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Kindern einen Schutzraum bieten

Kinder- und Jugendhaus Centrumplatz wird 15 Jahre alt. Weitere Einrichtungen wie die Kinderschutzvilla oder Wohnprojekte sind hinzugekommen.

Die Kindertagesstätte am Centrumplatz. Foto: Oliver Mengedoth/Archiv

Es hat sich etabliert, hat sich einen guten Namen gemacht, das Ev. Kinder- und Jugendhaus, eine Jugendhilfeeinrichtung des Diakoniewerkes Gelsenkirchen/Wattenscheid am Centrumplatz. Im Mai wird die Einrichtung ihr 15-jähriges Bestehen am Centrumplatz feiern. Als Zentrum am Centrumplatz begonnen, hat das Jugendhaus expandiert, ein Ambulantes Jugendhilfezentrum, ein Familienbüro,ein Jugendschutzcentrum, eine Fünf Tage Gruppe, ein Mutter-Vater-Kind- Haus, ein Mutter-Vater-Kind- Wohnprojekt, ein Jugendwohnprojekt in der Elisabethstraße und nicht zuletzt die Kinderschutzvilla (Graf-Adolf-Straße) aufgebaut.

Viele Wattenscheider Verbände unterstützen die Diakonie-Einrichtung. Jetzt ganz aktuell wird Kolping Höntrop ihren Benefizkarneval am 17. Februar dieses Mal zu Gunsten der Kinderschutzvilla ausrichten. Einrichtungsleiter Peter Vorndamme weiß diese Aktionen und Hilfen zu schätzen, ist dankbar dafür. Er gibt einen Einblick in die Geschichte des Kinder- und Jugendhauses.

Seit 2002 hat die Einrichtung ihren Sitz am Centrumplatz. Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden insgesamt ca. 170 Kindern, Jugendlichen wie auch jungen Erwachsenen stationäre wie auch ambulante Hilfen zur Erziehung angeboten. Im Ambulanten Jugendhilfezentrum begleiten Erzieher und Sozialpädagogen rund 90 Familien aus Wattenscheid in intensiver Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Bochum.

„Wir sind mobil und bieten ambulante Hilfen in Form von aufsuchender Familientherapie und ambulanter Familien-Abklärung durch das Familienbüro an, das seit 2012 bei uns angesiedelt ist“, sagt Vorndamme. Aufgabe des Familienbüros ist es, vor allem jüngere Kinder, die nicht mehr dauerhaft in ihrer Ursprungsfamilie leben können, in eine westfälische Pflegefamilie zu vermitteln und diese in der Betreuung des Kindes langfristig fachlich zu begleiten.

Unterkunft bis zur Klärung

Die Fünf-Tage-Gruppe bietet Familien Hilfe an, die Entlastung und Unterstützung in der Erziehung ihres Kindes brauchen. Bis zu zehn Kinder können hier von Sonntag bis Freitag in der Gruppe rund um die Uhr betreut werden. Im benachbarten Jugendschutzzentrum finden bis zu acht Jugendliche aufgrund familiärer Krisensituation bis zur Klärung ihrer weiteren Perspektive eine Unterkunft.

Kindertagesstätte mit 45 Plätzen

Im Oktober 2009 wurde das Mutter-Vater-Kind Haus am Centrumplatz eröffnet. Hier können auf insgesamt 500 qm bis zu fünf Mütter, Väter oder Paare mit ihrem Säugling oder Kleinkind Hilfe, Begleitung und Unterstützung in Anspruch nehmen.

Ergänzt wird das Angebot am Centrumplatz durch eine Kindertagesstätte (seit 2013) mit insgesamt 45 Plätzen für zwei U3-Gruppen für je zehn Kinder und einer Ü3-Gruppe für 25 Kinder. Im Mai 2010 wurde das Jugendwohnprojekt in der Elisabethstraße eröffnet. Es ist gedacht für Jugendliche ab 16 Jahren, die eigenständige Lebens- und Haushaltsführung in kleinen Wohneinheiten mit intensiver pädagogischer Begleitung erlernen.

Lebensperspektiven entwickeln

Im Jahr 2014 wurde die Kinderschutzvilla, quasi als Ergänzung zum Jugendschutzcentrum eröffnet. Hier finden bis zu acht Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren aus dem gesamten Ruhrgebiet einen vorübergehenden Schutz- und Schonraum.

„Diese Kinder können erst einmal aufgrund familiärer Krisen nicht bei ihren Eltern bleiben“, sagt Leiter Vorndamme. „Hier gilt es auch, neue Lebensperspektiven in intensiver Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Jugendamt zu entwickeln.“

Viele Mitarbeiter sorgen für das Wohl der Kinder

Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden insgesamt ca. 170 Kindern, Jugendlichen wie auch jungen Erwachsenen differenzierte Hilfen zur Erziehung von insgesamt 150 Mitarbeitenden angeboten.

Informationen zur Arbeit des Evangelischen Kinder- und Jugendhauses auch im Netz auf www.ev-kjh.de.